Väterzeit

Zu keinem Zeitpunkt in der (deutschen) Geschichte haben sich so viele Väter so intensiv und liebevoll um ihre Töchter gekümmert wie heute. Den Mädchen die gleichen Zukunftschancen zu eröffnen wie ihren Brüdern und sie nach Kräften zu fördern, war noch vor fünfzig, ja selbst vor dreißig Jahren alles andere als selbstverständlich. Eine Erklärung für den Bewusstseinswandel mag sein, dass der Trend zu einem, maximal zwei Kindern geht, auf die sich dann alle elterlichen Bemühungen konzentrieren - ganz gleich welchen Geschlechts die Kinder sind.

Pressemeldung des Bundesfamilienministeriums: "Die Väter aus Berlin und Bayern geben bundesweit das Tempo vor, wenn es darum geht, sich aktiv bei der Erziehung ihrer Kinder einzubringen", freut sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen über die heute veröffentlichten Zahlen zum Elterngeld. In Berlin haben im dritten Quartal dieses Jahres 12,4 Prozent der Väter Elterngeld beantragt, in Bayern 11,2 Prozent. Das sind mehr als drei Mal so viele Väter wie vor der Einführung des Elterngeldes am 1. Januar - damals nahmen nur 3,5 Prozent der Väter Elternzeit.

Aus Emma: "EU-Kommissar Vladimír Spidla denkt ernsthaft darüber nach, den Vätern in Europa Beine zu machen. Sollte er das schaffen, wird es ein Heulen und Zähneklappern geben … Morgens die Windeln wechseln, danach das Fläschchen geben und dann ab auf den Spielplatz. Hier ist vom Vater die Rede – Ursula von der Leyen sei Dank. Seit dem 1. Januar 2007 gibt es ja die „Vätermonate“, zwei von 14.

Aus Emma: "Die bayerischen Männer gehen mit 15 Prozent doppelt so oft in Väterzeit wie im Rest von Deutschland. Der Münchner Ingenieur ist einer von ihnen. ... Dafür, dass der Entwicklungsingenieur seiner Frau den Karrierevortritt überließ und bei den Kindern blieb, wurde er mit dem Preis der Gütersloher Vollkornbäckerei Mestemacher als „Spitzenvater 2007“ ausgezeichnet. "

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