Urgewald

Umweltorganisationen kritisieren Doppelmoral deutscher Atompolitik und fordern Rücknahme der Hermesbürgschaft für das brasilianische AKW Angra 3

Nachdem sich rund 30.000 Bürger und Bürgerinnen mit Briefen, Petitionen und Protesten an RWE gewandt haben, hat der RWE-Vorstand heute in einem Schreiben an die staatliche bulgarische Energiegesellschaft seinen Rückzug aus dem umstrittenen Atomkraftwerk Belene bekannt gegeben. Nach Aussagen des Konzerns waren wirtschaftliche Gründe und die mangelnden Fortschritte seitens der bulgarischen Partner ausschlaggebend für diese Entscheidung.

Was bisher geschah: Seit nunmehr einem Jahr kämpft urgewald gegen eine Beteiligung des Energiekonzerns RWE am Bau des Atomkraftwerks Belene in Bulgarien. Wir haben dezidierte Argumente vorgelegt und mit Vertretern des RWE-Vorstands diskutiert, Proteste vor RWE-Aufsichtsratssitzungen und Aktionärsversammlungen organisiert, eine bundesweite Protestwoche gegen RWE initiiert und sowohl die Medien als auch die Investoren über die verhängnisvollen Atompläne des Konzerns in Osteuropa informiert. Zwischendurch mussten wir uns auch noch mit Klagedrohungen von RWEs humorloser Werbeagentur herumschlagen.

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