Jalalabad

Bei Frühstück in Jalalabad gibt es einige Mullahwitze, aus dem Munde eines paschtunischen Afghanen. Zum Beispiel: Ein Mullah fällt ins Wasser, ist am Ertrinken, da eilt ein Mann zu Hilfe und ruft: „Gib mir deine Hand, gib mir deine Hand!“ Doch der Mullah ergreift die Hand nicht und ertrinkt. Der erfolglose Retter erzählt die Geschichte im Dorf. Dort sagt man ihm: „Nicht GIB mir die Hand hättest du rufen sollen, sondern NIMM meine Hand!

Vor dem Frühstück fällt mein Blick auf zwei Meldungen der vierseitigen afghanischen Tageszeitung: Ein Parlamentsabgeordneter rügt, dass im afghanischen Fernsehen gezeigt wurde, wie Männer und Frauen miteinander tanzen. Das führe die Jugend in Versuchung, gefährde die Sitten, und der Sender sei ein Einfallstor ausländischer Verschwörung. Der Sender müsse verboten werden.

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