Jungen

Aus Spiegel Online: Frauenförderung ist längst etabliert, doch Studien zeigen: Schon in der Schule sind Jungen benachteiligt, viele junge Männer könnten zu Verlierern im Karriererennen werden. FDP und Union drängen jetzt auf eine "eigenständige Jungen- und Männerpolitik" - und wagen damit einen Richtungswechsel.

14,4 Prozent der Jugendlichen, also etwa jeder siebte, sind der Erhebung zufolge als "sehr ausländerfeindlich" einzustufen. Große Zustimmung fanden etwa Aussagen wie "Die meisten Ausländer sind kriminell" oder "Die in Deutschland lebenden Ausländer sind keine Bereicherung für die Kultur in Deutschland".

Dumme Jungen, schlaue Mädchen? Der oberflächliche Blick auf die Schulnoten führte zu diesem lange gepflegten Vorurteil. Eine neue Studie des Aktionsrates Bildung bestätigt aber, dass der Grund für die Zensurenlücke ein anderer ist: Jungen werden in Kindergarten und Schule massiv benachteiligt.

Wen reißt eine Depression in den Abgrund und warum? Wie kann es sein, dass fröhliche, junge Menschen von einem Moment auf den nächsten keine Freude mehr empfinden? Veranlagung kann eine Rolle spielen, Schicksalsschläge, Stress. Ulrike Wortmann-Grohé leitet die Depressions-Station an der Westfälischen Klinik für Psychiatrie in Dortmund. Sie sagt, dass die Krankheit oft in Umbruchphasen akut wird: "So eine Phase ist auch das Erwachsenwerden. Wenn man als junger Mensch lernen muss, auf eigenen Beinen zu stehen, ist das eine große Belastung."

Nach drei Jahren Pilotphase zieht das Projekt "Neue Wege für Jungs" eine positive Bilanz: 100 lokale Partner und Initiativen unterstützen inzwischen aktiv eine geschlechtersensible Jungenförderung in der Berufs- und Lebensplanung. Als 100. Netzwerkpartner wird das Münchener Berufsinformationszentrum (BIZ) im April in Kooperation mit Jugend- und Schulamt einen Berufsorientierungsevent für Jungen veranstalten, zu dem mehr als 500 Jungen erwartet werden.

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