TCM

Abkürzung für "traditionelle chinesische Medizin" bestehend aus den Therapieformen Akupunktur, Qigong, Tuina, Phytotherapie und Diäthetik.

Wer heilt – Methode, Arzt oder der Patient sich selbst? Professor Claudia Witt erforscht alternative Heilmethoden und ist überzeugt: Es kommt auf alle drei Faktoren an – aber in unserem Gesundheitssystem kommen die letzten beiden zu kurz. // Martin Fütterer, Fotos: Christian Thomas

Nadeln sind mir nicht sonderlich sympathisch, vor allem, wenn sie mir in die Haut gepiekt werden sollen. Dennoch habe ich mich darauf eingelassen, vier Wochen am Stück gepiekt zu werden – in einer Klinik für traditionell chinesiche Medizin (TCM). Dazu musste ich nicht etwa nach China sondern nur in den bayrischen Wald, in das verschlafene Bad Kötzting.

Ob nun 3000 oder 4000 Jahre alt: Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eines der ältesten Heilungssysteme der Menschheit, ähnlich alt und auch inhaltlich verwandt ist nur das indische Ayurveda. Fehlende (Lebens-)Energie zuzuführen, gestaute Energie in Fluss zu bringen und Energien unterschiedlicher Richtung auszubalancieren – das ist in aller Kürze das Konzept.

Er ist Chefarzt an einer deutschen Klinik für traditionelle chinesische Medizin (TCM) in Bad Kötzting, kennt aber auch Schulmedizin und Homöopathie. Selten hat einer die drei so verschiedenen Heil-Methoden so gut verglichen.

Herr Dr. Hager, lassen Sie sich selbst mit TCM behandeln?

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