Migranten

Ein immer wieder reproduziertes Ergebnis von Studien zur Jugendgewalt ist die Tatsache, dass Jugendliche migrantischer Herkunft (ausgenommen Kinder aus asiatischen Ländern) häufiger Gewalttaten begehen. Das hat auch die jüngste bundesweite Studie des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen gezeigt. Eine wichtige Ergänzung zu diesen Zahlen ist die Feststellung der Forscher, dass diese Unterschiede sich völlig ausgleichen, wenn man Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit denselben familiären und sozialen Ausgangsbedingungen einander gegenüberstellt.

Manche Zuwanderer unterwerfen sich problemlos dem westlichen Lebensstil, sie genießen Frieden und Freiheit und sind dankbar dafür. Andere bleiben, wie der Vorsitzende Richter am Hamburger Landgericht Wolfgang Backen sagte, trotz aller Freiheit "gefangen in ihrer hierarchischen Familienstruktur", sie bleiben den Normen ihres Heimatlandes auch oder gerade in der Fremde verhaftet und passen sich nicht an. Sie wollen von dieser westlichen Welt nichts wissen.

Mit der SINUS-Milieustudie "Lebenswelten von Migranten" ist eine wichtige Grundlage in der Integrationsforschung geschaffen worden: Fünf der acht Migrantenmilieus stehen der Integration in die Aufnahmegesellschaft positiv gegenüber.

Wir brauchen keine Debatten über kriminelle Ausländer, sondern Menschen wie die Deutschlehrerin Nurgül Altuntas. Nils Minkmar von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" besuchte die Frau, die mit Optimismus und Strenge Einwanderer-Kindern die Chance für ein gutes Leben gibt.

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