Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Der deutsche Mann ist traditioneller als gedacht – trotz der vielfach beschworenen "neuen Väter". Während die Frauen in den vergangenen zehn Jahren einen großen Emanzipationssprung gemacht haben, hinken die Männer in der Modernisierung ihrer Rolle hinterher. 32 Prozent moderner Frauen stehen nur 19 Prozent moderner Männer gegenüber. Bei den ganz Jungen beträgt das Verhältnis sogar 41 Prozent zu 13 Prozent. Die Aussichten auf dem Heiratsmarkt sind also alles andere als gut. Wer als Frau von Männern ein hohes Maß an Beteiligung fordert, hat nur geringe Chancen.
Barbara Kavemann, Professorin an der Universität Osnabrück, hat an der bislang einzigen Studie in Deutschland mitgearbeitet, die sich dem Phänomen Gewalt an Männern annimmt. Sie sagt: "Man muss alle Formen und Stufen von Gewalt sehen, nicht nur körperliche Gewalt." Psychische Gewalt, Einschüchterungsversuche und Mobbing zählen dazu.
Am 15. April 2008 findet der erste bundesweite "Equal Pay Day" statt, der auf die immer noch bestehende Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen will.
Aus dem Bundesfamilienministerium: 41 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland wollen Familie und Beruf gleichberechtigt miteinander vereinbaren, beide Partner möchten in gleichem Umfang berufstätig sein und in gleichem Umfang ihre Kinder betreuen. Viele von ihnen können diese Lebensentwürfe im Alltag jedoch nicht umsetzen, da in verschiedenen sozialen Milieus tradierte Rollenzuschreibungen hohe Hürden darstellen.
[ngo/ddp] Das Bundesfamilienministerium möchte Zivildienstleistungen eine "freiwillige" Verlängerung des Dienstes ermöglichen. "Wir wollen den Zivildienstleistenden die Chance geben, ihre Dienstzeit zum Beispiel bis zum Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung zu verlängern, um damit Lücken in ihrer Biografie zu vermeiden und sich weiter zu qualifizieren", sagte der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Jens Kreuter, zur Begründung.
Pressemeldung des Bundesfamilienministeriums: "Die Väter aus Berlin und Bayern geben bundesweit das Tempo vor, wenn es darum geht, sich aktiv bei der Erziehung ihrer Kinder einzubringen", freut sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen über die heute veröffentlichten Zahlen zum Elterngeld. In Berlin haben im dritten Quartal dieses Jahres 12,4 Prozent der Väter Elterngeld beantragt, in Bayern 11,2 Prozent. Das sind mehr als drei Mal so viele Väter wie vor der Einführung des Elterngeldes am 1. Januar - damals nahmen nur 3,5 Prozent der Väter Elternzeit.


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