Die Rolle der Väter wandelt sich stark
Fast die Hälfte aller Väter von Kindern unter 18 Jahren ist an seinem Arbeitsplatz von der Finanz- und wirtschaftskrise betroffen, bei den Müttern ist es nur jede Vierte. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts: "Väter sind deshalb stärker betroffen, weil männerdominierte Berufe stärker unter Auftragsrückgang zu leiden haben, wie der Auto- oder Maschinenbau."
Die Wirtschaftkrise führe auch zu einer Rückbesinnung auf familiäre Werte. Doch die Vorstellung von Familie ist häufig moderner als die Realität. Auch wenn alternative Lebensformen in den vergangenen 15 Jahren aufgeholt haben, ist die traditionelle Kernfamilie noch immer die häufigste: Drei Viertel der Familien waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2006 verheiratete Ehepaare mit Kindern. Doch gerade die klassische Kleinfamilie befindet sich im Wandel. Die Untersuchung zeigt, dass für Männer die Familie heute immer wichtiger wird. Rund 40 Prozent von ihnen hätten gern mehr Zeit für ihre Partner und Kinder. Dabei ist der Beruf bei Männern der einzige Faktor, der ihnen diese Zeit nimmt. Während sich 58 Prozent der Väter wünschen, nicht mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, schaffen das in der Wirklichkeit gerade einmal 41 Prozent der Papas. 57 Prozent dagegen arbeiten 40 Stunden oder mehr, 19 Prozent sogar regelmäßig mehr als 50 Stunden pro Woche.
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