Neue Lebensentwürfe für Männer und Frauen
"Frauen können nicht Fußball spielen", "Männer können nicht wickeln" - Vorurteile wie diese sind in vielen Köpfen noch immer fest verankert. Alte Rollenbilder beeinflussen den Alltag in Familie und Arbeitswelt und hindern uns nicht selten, unsere Lebensziele zu verwirklichen. Die Ausstellung "Rollenbilder im Wandel" zeigt, wie dennoch Menschen in Deutschland neue Möglichkeiten fantasievoll, vielfältig und couragiert nutzen, um jenseits überkommener Rollenbilder ihre Lebensvorstellungen zu realisieren. Dabei ist die Ausstellung so dynamisch wie die Gesellschaft selbst: Sie wächst mit jeder Ausstellungsstation, da sich die Besucherinnen und Besucher dort filmen lassen und ihre eigene Videobotschaft ergänzen können.
Staatssekretär Hoofe sagte bei der Eröffnung der Ausstellung: "Gute Arbeit für Frauen und Männer und eine gleichberechtigte Balance von Beruf und Familie für Mütter und Väter setzt voraus, dass wir Mut machen zu neuen Lebensentwürfen und alte Vorstellungen von dem, was eine 'richtige Frau' oder einen 'guten Vater' auszeichnet, kritisch prüfen. Rollenstereotype sind Barrieren einer den eigenen Talenten und Neigungen optimal entsprechenden Lebensgestaltung. Wir öffnen den Blick für neue Berufe und neue Lebensentwürfe - für Frauen und Männer."
Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise erklärt: "Noch nie gab es so viele gut qualifizierte Frauen. Dennoch machen sie in ihrem beruflichen Umfeld immer noch die Erfahrung, dass vor allem Männern die aussichtsreichen Positionen und Führungsaufgaben übertragen werden - vielleicht, weil immer noch überwiegend Männer darüber entscheiden und überholte Rollenbilder nicht hinterfragt werden."
An die Eröffnung der Ausstellung schließt sich eine Tournee durch zwölf deutsche Städte an, Ausstellungsort ist die jeweilige Agentur für Arbeit. Die Wanderausstellung ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundesagentur für Arbeit und wird gefördert durch Mittel des Europäischen Sozialfonds.
Sie können die Ausstellung auch auf www.rollenbilder.de ansehen und weiter verfolgen. Hier finden Sie auch eine Übersicht über die Stationen und weitere Informationen.
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