Between the Lines: Hermaphroditen und Transsexuelle in Indien
Freitag, 8. Februar 2008 um 09.55 Uhr auf ARTE: In Frauenkleidern und grell geschminkt bewegen sich Transsexuelle und Hermaphroditen durch die Städte Indiens. Die vom Hinduismus geprägte Gesellschaft des Subkontinents begegnet den so genannten Hijras mit Ablehnung, so dürfen sie nur an bestimmten Familienfeiern teilnehmen. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie mit Betteln oder Prostitution. In dem Dokumentarfilm erzählen einige von ihnen freimütig über ihr Leben.
Sie erscheinen wie Wesen aus einer anderen Welt: Transsexuelle und Hermaphroditen, die sich in Frauenkleider hüllen und grell geschminkt im Verkehrs-Chaos auf Indiens Straßen um Almosen bitten. In Indien nennt man sie Hijras. Seit Jahrhunderten leben sie meist in kleinen Gruppen oder Wohngemeinschaften, verdienen ihren kargen Lebensunterhalt durch Prostitution und Bettelei und genießen in der hinduistischen Gesellschaft einen ambivalenten Status. Obwohl sie weitgehend gemieden und abgelehnt werden, dürfen sie zu bestimmten Anlässen wie Geburten, Hochzeiten oder Geschäftseröffnungen auch rituelle Zeremonien durchführen.
Filmemacher Thomas Wartmann porträtiert drei Hijras aus Bombay, die trotz ihres gesellschaftlichen Schattendaseins die einzige Freiheit verteidigen, die sie haben: nämlich jene, weder Mann noch Frau zu sein.
Freitag, 8. Februar 2008 um 09.55 Uhr auf ARTE
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