Bulgarien
Nachdem sich rund 30.000 Bürger und Bürgerinnen mit Briefen, Petitionen und Protesten an RWE gewandt haben, hat der RWE-Vorstand heute in einem Schreiben an die staatliche bulgarische Energiegesellschaft seinen Rückzug aus dem umstrittenen Atomkraftwerk Belene bekannt gegeben. Nach Aussagen des Konzerns waren wirtschaftliche Gründe und die mangelnden Fortschritte seitens der bulgarischen Partner ausschlaggebend für diese Entscheidung.
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SOFIA (dpa-AFX) - Bulgarien hat nach den Worten seines Wirtschaftsministers keinesfalls auf den Bau eines Kernkraftwerks bei Belene an der Donau verzichtet. "Bulgarien hat nie erklärt, es wolle das Projekt für das AKW Belene kündigen", sagte Trajtscho Trajkow am Freitag in Sofia. Die neue Regierung werde die Vereinbarungen über Belene sowie künftige Möglichkeiten analysieren, sagte der Minister, der auch für die Energiewirtschaft zuständig ist.
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Die Anzeichen verdichten sich, dass die neue bulgarische Regierung von dem Bau des Risiko-AKW Belene abrückt. Sowohl der bulgarische Energieminister Traikov als auch der Finanzminister Djankov äußerten sich in den vergangenen Tagen äußerst kritisch zu Belene. Djankov kündigte bereits Ende Juli an, dass Belene zu 80 Prozent gestoppt werden würde. Er sagte wörtlich: “Ich sehe keine ökonomische Grundlage für dieses Projekt.
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Erst am 25. April 2009 bebte im bulgarischen Belene die Erde. Dennoch will die Regierung mit Hilfe des deutschen Konzerns RWE dort ein Atomkraftwerk bauen und setzt dabei auf Einschüchterung und Bestechung. Bulgariens bekannteste Umweltschützerin Albena Simeonova weiß ein Lied davon zu singen. // Martin Fütterer
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Am Abend des 25. April wurde die Region um das geplante Atomkraftwerk Belene von einem Erdbeben in Höhe von 5,3 auf der Richterskala heimgesucht. Laut einem Bericht der Sofia Nachrichtenagentur brach in vielen Orten Panik aus. In den Städten Nikopol und Svistov, die nur wenige Kilometer von dem Standort des geplanten Atomkraftwerks entfernt liegen, verließen die Menschen ihre Häuser und verharrten über eine Stunde im Freien. Das Epizentrum des Bebens lag in der Vrancea Region in Rumänien.


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