Derzeit bin ich der einzige Patient, hier im Kur Kloster Pius X. Nagar in Marayoor. Es ist die heißeste Jahreszeit, Mitte Mai, in zwei Woche wird die Regenzeit beginnen. Europäische Reisende meiden Indien jetzt, weil ihnen das Klima zu anstrengend ist. Für Marayoor treffen diese Bedenken aber nicht zu, was sich wohl noch nicht herum gesprochen hat. In einer Höhe von rund 1300m über dem Meer ist die Temperatur auch jetzt angenehm (24°C, gefühlte 28°C). Das Hochtal liegt zudem im Regenschatten, so dass sich die Niederschläge auch in der Regenzeit in Grenzen halten. 

Aus Kloster St. Pius X.

Marayoor, Indien, Mai 2011: Seit vier  Wochen schmiere ich mir ein Pulver auf Gesicht und Haare, das den Geruch und die Konsistenz von Parmesan-Käse hat. Aber: Ich habe es falsch gemacht. Das käsige Pulver ist das Körperpuder, das nur mäßig besser riechende, graue Pulver das für den Kopf. Weil mir solche Verwechslungen in letzter Zeit öfter passieren, bin ich hier: In einer Ayurveda-Klinik in einem Kloster in den Bergen von Kerala, Indien.

 

 

Zwei Jahre nach dem Jahrhundertbeben im März 2011 ist Japan zum Paria der Weltgemeinschaft abgestiegen. Schuld ist nicht die Naturkatastrophe mit nachfolgendem Tsunami sondern das radioaktive Desaster in Fukushima. // Martin Fütterer

Was funktioniert besser im Zeichen des Klimawandels: Öko-Diktatur oder Demokratie? Oder keines von beiden? Prof. Dr. Harald Welzer sieht in der Demokratie generell mehr Potenzial. Doch es müsste sich einiges ändern.

Welche Gesellschaftsform kann den Klimawandel besser bewältigen: Demokratie oder eine autoritäre Regierung, die notfalls über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden kann?

Peter Spiegel hat eine Vision. Er will eine Ökonomie, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Mit Martin Fütterer sprach er über Mauern im Kopf, die fallen müssen, damit wichtige Veränderungen in Gang kommen.

Welches ist für Sie die wichtigste „Mauer“, die in dieser Welt fallen muss?

Sieht aus als mache er blau: Boris Palmer auf dem Rad. Ist aber nicht so: der Grüne Oberbürgermeister von Tübingen nutzt das Rad als Dienstfahrzeug. Sein politisches Motto: Tübingen macht blau. Bedeutet wieder keinen Urlaub sondern das Ziel, als Stadt vorbildlich im Klimaschutz zu werden. Also eigentlich grün. // Martin Fütterer

Was bisher geschah: Seit nunmehr einem Jahr kämpft urgewald gegen eine Beteiligung des Energiekonzerns RWE am Bau des Atomkraftwerks Belene in Bulgarien. Wir haben dezidierte Argumente vorgelegt und mit Vertretern des RWE-Vorstands diskutiert, Proteste vor RWE-Aufsichtsratssitzungen und Aktionärsversammlungen organisiert, eine bundesweite Protestwoche gegen RWE initiiert und sowohl die Medien als auch die Investoren über die verhängnisvollen Atompläne des Konzerns in Osteuropa informiert.

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Erst am 25. April 2009 bebte im bulgarischen Belene die Erde. Dennoch will die Regierung mit Hilfe des deutschen Konzerns RWE dort ein Atomkraftwerk bauen und setzt dabei auf Einschüchterung und Bestechung. Bulgariens bekannteste Umweltschützerin Albena Simeonova weiß ein Lied davon zu singen. // Martin Fütterer

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Global denken, lokal handeln? Das trifft auf Ulrich Walter ganz bestimmt zu. Sein Unternehmen mit der Bio-Marke Lebensbaum pflegt Anbauprojekte in der ganzen Welt, in denen biologisch angebaut und fair gehandelt wird. Gleichzeitig ist Ulrich Walter seit 28 Jahren im Gemeinderat eines 1800-Seelen-Dorfes. // Martin Fütterer

 

Sie ist eine von Deutschlands aktivsten Schauspielerinnen und findet doch Zeit, für die Aktion Bio-Brotbox in Berlin Pausenbrote zu packen und andere Ehrenämter zu pflegen. Marion Kracht über Theater ohne Sprache, Prostituierte in Indien und gute Gründe, kein Fleisch zu essen. // Martin Fütterer, Fotos: Anna Weise

 

Sie haben für eine Theaterrolle in Gebärdensprache gespielt. Haben Sie Gehörlose in der Familie?

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